Warbende

Zahlen & Fakten

„Wo Niederungen und Sümpfe zwischen den Hügeln eine Passage in längst vergangenen Zeiten schier unmöglich machten und wo sich dadurch begünstigt die Grenzlinien der Einflussgebiete der Pommerschen und Mecklenburgischen Herzöge und Herrscher abzeichneten, müssen Siedler in der 1. Hälfte des 13. Jahrhundert Gefallen gefunden haben am weiten Blick vom Flachsberg auf die liebliche, von bewaldeten Hügeln durchzogene Region um Warbende.

Es wird nicht mehr möglich sein, aus der sagenumwobenen Überlieferung die genaue Herkunft des Namens, der dem Dorfe einst gegeben wurde, zu deuten. War es nun etwa der aus dem Westfälischen zur Zeit der deutschen Besiedlung im Auftrag des Landesherrn als Lokator eingesetzte Ritter Henrich Warburg – die Sage weiß von einem ehemaligen Schloss Warburgsende zu berichten – von dem Warbende seinen Namen bekam oder haben die Forscher Recht, die ihn aus dem Altslawischen ableiten, ist doch schon in der Vorzeit der deutschen Besiedlung unser ganzes Gebiet von slawischen Stämmen bewohnt gewesen.

Abgelegen, fast ein wenig versteckt hart an der nordwestlichen Grenze der Uckermark findet man das kleine Dörfchen mit seinen wenigen Häusern und Bewohnern, und doch reicht die Geschichte dieses Ortes weit in die Jahrhunderte zurück.“

Diese Worte schrieb Pfarrer Gerd Zellmer (verst.    ) im Jahr 2000 mit Blick zurück auf 625 Jahre des Dorfes WARBENDE seit seiner urkundlichen ERSTERWÄHNUNG im Landbuch Kaiser Karls des Großen als Einleitung der Festschrift der Gemeindevertretung Weggun anlässlich dieses Jubiläums.

Geschichte des Ortes

1373    geht die Mark Brandenburg in den Besitz Karl IV. aus dem Hause Luxenburg über. Er lässt durch seine Beamten genaue Unterlagen über alle Städte und Siedlungen der Mark Brandenburg mit Angaben über Besitz- und Abgabeverhältnisse erstellen. Die Ergebnisse wurden im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 zusammengefast.

1375    Urkundliche ERSTERWÄHNUNG im Landbuch der Mark Brandenburg als „WERBENDE“

            Im Landbuch VIII Bd. 2 Seite 258 steht in lateinischer Sprache geschrieben:

            „Werbende 12 Hufen. Eine jede Hufe ergibt an Pacht von alters her 2 Pfund jetzt aber 16 Schillinge und nichts weiter. Hennynk Wintervelt hat die Pacht über die Hufen und über 3 Hofstellen. Die restlichen Einkünfte haben Claus von Dewitz und Hartmann (Herman) von Dewitz. Kossätenstellen sind 4. Von ihnen gibt eine Hofstelle 7 Schillinge abzüglich 4 Pfennig. Die 3 anderen geben durchweg 6 brandenburgische Schillinge. Nahe dem Dorf liegt ein See namens Brisen, welcher 3 Garnzüge hat, ebenso ein See namens Wolfsee mit einem Garnzug.“ (Übersetzung Pfarrer Zellmer)

Die Ortschronik im kompletten Überblick finden Sie hier als pdf-Download.
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